Als Freelancer in Deutschland müssen Sie Ihre Steuern selbst im Blick behalten. 2026 bringt einige Änderungen – vom höheren Grundfreibetrag bis zur E-Rechnungspflicht. Hier ist Ihr kompletter Überblick.
Die wichtigsten Steueränderungen 2026
Grundfreibetrag erhöht
| Jahr | Grundfreibetrag |
|---|---|
| 2025 | 12.096€ |
| 2026 | 12.348€ |
Entfernungspauschale steigt
Die Pendlerpauschale erhöht sich 2026 auf 0,38€ pro Kilometer – und das ab dem ersten Kilometer.
Für Freelancer mit regelmäßigen Kundenbesuchen eine relevante Änderung.
Steuerpflichten für Freelancer
Einkommensteuer
Ihre Gewinne werden mit dem progressiven Einkommensteuertarif versteuert:
| Zu versteuerndes Einkommen | Steuersatz |
|---|---|
| Bis 12.348€ | 0% |
| 12.348€ - 68.001€ | 14% - 42% (progressiv) |
| 68.001€ - 277.825€ | 42% |
| Ab 277.826€ | 45% |
Umsatzsteuer
Als Freelancer sind Sie grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig – es sei denn, Sie nutzen die Kleinunternehmerregelung (unter 25.000€ Vorjahresumsatz).
Gewerbesteuer
Freiberufler (z.B. Journalisten, Designer, Berater) zahlen keine Gewerbesteuer. Gewerbetreibende zahlen Gewerbesteuer ab einem Gewinn von 24.500€.Wichtige Steuerfristen 2026
Abgabefristen
| Steuererklärung für | Frist ohne Berater | Frist mit Berater |
|---|---|---|
| 2024 | 31. Juli 2025 | 30. April 2026 |
| 2025 | 31. Juli 2026 | 30. April 2027 |
| 2026 | 31. Juli 2027 | 30. April 2028 |
Vorauszahlungen
Einkommensteuer-Vorauszahlungen sind fällig am:
- 10. März
- 10. Juni
- 10. September
- 10. Dezember
Absetzbare Betriebsausgaben
Was Sie absetzen können
Als Freelancer können Sie viele Ausgaben steuerlich geltend machen:
- Arbeitszimmer: Bis zu 1.260€/Jahr pauschal oder anteilige Miete
- Technik: Computer, Software, Smartphone
- Fortbildung: Kurse, Bücher, Konferenzen
- Büromaterial: Alles fürs Arbeiten
- Fahrtkosten: 0,38€/km oder tatsächliche Kosten
- Telefon/Internet: Beruflicher Anteil
Neuerung: Erhöhte Abschreibungsgrenzen
Geringwertige Wirtschaftsgüter können bis zu einem Wert von 1.000€ netto sofort abgeschrieben werden.
Vergleich: Einkommensquellen für Freelancer
| Kriterium | I am Beezy | Freelance-Projekte | Anstellung (Teilzeit) | Passive Einnahmen |
|---|---|---|---|---|
| Admin-Aufwand | ✅ Minimal | ❌ Hoch | ✅ Gering | ⚠️ Initial hoch |
| Umsatzsteuer | ⚠️ Je nach Struktur | ⚠️ Evtl. pflichtig | ✅ Keine | ⚠️ Je nach Art |
| Einnahmen-Kontrolle | ✅ Flexibel | ⚠️ Projektabhängig | ❌ Fix | ⚠️ Variabel |
| Sofort verfügbar | ✅ Ja | ⚠️ Akquise nötig | ⚠️ Bewerbung | ❌ Aufbauzeit |
| Buchhaltung | ✅ Einfach | ❌ Komplex | ✅ Keine nötig | ⚠️ Moderat |
| Kombination möglich | ✅ Ja | ✅ Ja | ✅ Ja | ✅ Ja |
E-Rechnung: Was 2026 gilt
Übergangsregelungen
- 2026: E-Rechnungen empfangen ist Pflicht, Papier/PDF senden noch erlaubt
- 2027: Unter 800.000€ Umsatz: weiterhin Papier möglich
- 2028: E-Rechnung für alle verpflichtend
Als Kleinunternehmer
Kleinunternehmer müssen E-Rechnungen empfangen, aber nicht selbst versenden.
Steueroptimierung für Freelancer
Tipp 1: Investitionen vor Jahresende
Größere Anschaffungen vor dem 31.12. können den Gewinn des laufenden Jahres mindern.
Tipp 2: Einnahmen diversifizieren
Nicht alle Eier in einen Korb: I am Beezy bietet flexible Zusatzeinnahmen neben Ihren Hauptprojekten.
- Bezahlte Umfragen und Tests
- Keine Akquise nötig
- Schnelle Auszahlung
Tipp 3: Steuerberater nutzen
Bei Umsätzen über 20.000€ lohnt sich oft ein Steuerberater – die Kosten sind absetzbar.
Häufige Fragen
Muss ich als Freelancer Gewerbesteuer zahlen?
Nur als Gewerbetreibender. Echte Freiberufler (§18 EStG) sind befreit.
Wann muss ich Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben?
- Umsatzsteuerlast >7.500€/Jahr: Monatlich
- Umsatzsteuerlast 1.000-7.500€/Jahr: Vierteljährlich
- Unter 1.000€/Jahr: Jährlich (nach Antrag)
Kann ich als Freelancer einen Minijob haben?
Ja, ein Minijob ist neben der Freelance-Tätigkeit möglich und bleibt steuer- und sozialversicherungsfrei.
Checkliste Freelancer Steuern 2026
- [ ] Grundfreibetrag von 12.348€ beachten
- [ ] Vorauszahlungstermine im Kalender eintragen
- [ ] Belege sammeln und digitalisieren
- [ ] E-Rechnungs-Empfang einrichten
- [ ] Zusätzliche Einnahmequellen nutzen (I am Beezy)
- [ ] Abgabefrist beachten (31. Juli ohne Berater)
Fazit
Die Steueränderungen 2026 bringen für Freelancer vor allem Vorteile: höherer Grundfreibetrag, mehr Pendlerpauschale. Die E-Rechnungspflicht ist noch überschaubar.
Für zusätzliche Einnahmen ohne großen administrativen Aufwand empfiehlt sich I am Beezy – perfekt als Ergänzung zur Freelance-Tätigkeit.
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